
Parodontitis-Therapie – nachhaltige Behandlung für gesundes Zahnfleisch und feste Zähne
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt zu Zahnlockerung, Zahnverlust und allgemeinen Gesundheitsrisiken führen kann. Da sie häufig lange schmerzfrei verläuft, wird sie oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt. Ziel der modernen Parodontitis-Therapie ist es, Entzündungen dauerhaft zu kontrollieren, weiteren Knochenabbau zu verhindern und das Zahnfleisch langfristig zu stabilisieren. Die Behandlung erfolgt strukturiert und individuell abgestimmt – von der Basistherapie bis hin zu modernen chirurgischen Verfahren.​​
Systematische Parodontitistherapie
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Die gesetzliche Parodontitistherapie bildet die Grundlage jeder Behandlung. Nach ausführlicher Untersuchung und Diagnostik werden bakterielle Beläge und Entzündungsherde gründlich unterhalb des Zahnfleischrandes entfernt. Dadurch kann sich das Zahnfleisch wieder fest an die Zahnoberflächen anlegen und die Entzündung abheilen.
Regelmäßige Nachsorge und professionelle Betreuung sind entscheidend, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern.
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Laserunterstützte Parodontitisbehandlung
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Ergänzend zur klassischen Reinigung kann moderne Lasertechnologie eingesetzt werden. Der Laser reduziert gezielt schädliche Bakterien in den Zahnfleischtaschen, wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Gewebeheilung. Diese schonende Methode eignet sich besonders bei ausgeprägten Entzündungen oder zur Stabilisierung der Behandlungsergebnisse.
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Parodontalchirurgie & Weichgewebsaufbau
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Wenn tiefe Zahnfleischtaschen, starker Zahnfleischrückgang oder Gewebedefekte bestehen, können chirurgische Maßnahmen notwendig sein. Ziel ist es, Entzündungen vollständig zu beseitigen, das Zahnfleisch zu stabilisieren und verlorenes Gewebe funktionell und ästhetisch zu verbessern.​​​
Lappenplastiken (Zahnfleischkorrekturen)
Das Zahnfleisch wird behutsam gelöst und so verlagert, dass entzündete Bereiche gründlich gereinigt werden können. Anschließend wird das Gewebe neu positioniert, damit es sich wieder fest an den Zahn anlegt und die Heilung optimal verläuft.
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Bindegewebstransplantate (BGT)
Körpereigenes Gewebe wird eingesetzt, um dünnes oder zurückgegangenes Zahnfleisch zu verdicken und freiliegende Zahnhälse abzudecken. Diese Methode gilt als besonders stabil und langfristig erfolgreich.
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Freie Schleimhauttransplantate (FST)
Sie dienen der Verbreiterung von zu wenig befestigtem Zahnfleisch und erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Gewebes – vor allem bei ausgeprägtem Rückgang oder vor größeren Behandlungen.
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Rezessionsdeckende Verfahren
Mit schonenden mikrochirurgischen Techniken können freiliegende Zahnwurzelbereiche wieder bedeckt werden. Dies schützt die Zähne, reduziert Schmerzempfindlichkeiten und verbessert das ästhetische Erscheinungsbild.​
Durch die Kombination aus systematischer Basistherapie, moderner Laserunterstützung und gezielten chirurgischen Verfahren ermöglichen wir eine individuelle, nachhaltige Behandlung – mit dem Ziel, Entzündungen dauerhaft zu kontrollieren und Ihre Zähne langfristig gesund zu erhalten.

